Hospizgruppe
Hilfe und Engagement
Seit zehn Jahren hilft Christiane Hochfeld ehrenamtlich schwer kranken oder sterbenden Menschen und deren Angehörigen in der ambulanten Hospizgruppe. "Ich habe schon als Kind anderen geholfen, das ist mein Naturell", sagt die 48-Jährige.
Neu Wulmstorf/Hollenstedt. Auch beruflich kümmert sie sich um ältere, kranke Menschen: Sie ist als Pflege-Assistentin in der DRK-Tagespflege Süderelbe tätig und betreut alte und an Demenz erkrankte Menschen. Ehrenamtlich wie beruflich arbeitet sie gern mit älteren Menschen: "Es ist schön, an ihrem Leben ein Stück teilzunehmen", erklärt die Mutter zweier erwachsener Kinder.
Als der Rotary-Club Neu Wulmstorf 1990 den Erlös ihres Sommerfestes für die Einrichtung einer ambulanten Hospizgruppe zur Verfügung stellte und dazu Menschen suchte, die sich als ehrenamtliche Hospizbegleiterin ausbilden lassen wollten, meldete sich Christiane Hochfeld sofort. Seit der Gründung sind etwa 40 Menschen als Hospizbegleiter ausgebildet worden. Das zehnjährige Bestehen feiert die Gruppe am 12. September: "Ich hatte die Idee, für dieses Jubiläum Schüler zu gewinnen, die sich mit dem Thema "Leben begleiten bis zuletzt" beschäftigen und dazu Bilder malen oder Gedichte schreiben", so Christiane Hochfeld.
Sie warb in den Grundschulen in Moisburg, Hollenstedt und Neu Wulmstorf, der Hauptschule Neu Wulmstorf und an der Realschule Vierkaten in Neu Wulmstorf für ihr Projekt - mit Erfolg. Gemeinsam mit den 12 Frauen und Männern ihrer Hospizgruppe bereitet sie seit etwa einem Jahr die Ausstellung der Bilder vor, die in Neu Wulmstorf, Elstorf, Moisburg und Hollenstedt gezeigt werden. Stets an ihrer Seite: ihr Mann Wilfried (57), der sich als Kirchenvorsteher in der Neu Wulmstorfer Lutherkirchengemeinde engagiert, den Gemeindebrief verantwortet und ihr stets mit Rat und Tat zur Seite steht.
Um den Schülern der Klasse 10b der Realschule Vierkaten in Neu Wulmstorf den Hospizgedanken zu vermitteln, ging sie für eine Unterrichtsstunde in die Schule, berichtete von ihrer Arbeit und beantwortete Fragen. "Die Schüler sind einfach toll, sie haben offen über Tod, Sterben und Begleiten gesprochen und waren sofort bereit, Bilder für das Jubiläum zu entwerfen."
