Rotary Club
Auch Harburger kämpfen weiter gegen die Kinderlähmung
Sehr viel Geld ist bei zwei gelungenen Veranstaltungen der Mitglieder des Rotary Clubs Hamburg-Harburg zusammengekommen, das jetzt wieder einmal traditionsgemäß in wohltätige Projekte geflossen ist.
Heimfeld. Einen Scheck in Höhe von 2500 Euro nahm die über das ganze Gesicht strahlende Dr. Heike Buck, Erste Vorsitzende des Hospizvereins für den Hamburger Süden, im Heimfelder Hotel Lindtner entgegen. Der Verein hat inzwischen 70 Mitglieder, von denen 25 ehrenamtlich als ausgebildete Hospizhelferinnen und -helfer tätig sind. Er sieht seine Aufgabe in erster Linie darin, das Sterben und den Tod aus der sozialen Isolation zu befreien, da dies ein natürlicher Bestandteil des Lebens ist.
Heike Buck betonte aber auch nachdrücklich, dass der Verein weiter um ein stationäres Haus kämpfen wird. Sie sagte: "Ein stationäres Hospiz ist für Harburg unerlässlich".
Die Summe kam durch ein klassisches Konzert in der Heimfelder Friedrich-Ebert-Halle zusammen. Dort spielte das Rotarier-Orchester mit 70 Musikern aus allen Teilen Deutschlands mit großer Hingabe für den guten Zweck. Viele Zuschauer aus Harburg Stadt und Land hatten sich das Ereignis in der Eberthalle nicht entgehen lassen.
Die stolze Summe von 8000 Euro nahm Peer-Marten Scheller als Polio-Beauftragter des Rotary Club Hamburg-Harburg für das Polio-Plus-Programm ("Polio End Now") entgegen.
Schon seit dem Jahr 1985 kämpfen die internationalen Rotary Clubs in allen Teilen der Welt für eine Welt ohne Kinderlähmung (Polimyelitis, "Polio"). Das Projekt ist zunächst bis 2012 ausgelegt. Alle Beteiligten, vor allem diejenigen, die an der Forschung beteiligt sind, hoffen, bis dahin diese schreckliche Krankheit endlich besiegt zu haben. Glücklicherweise gibt es weltweit nur noch ganze vier Länder, in denen die Kinderlähmung auftritt: Das sind Nigeria, Indien, Pakistan und Afghanistan. Buck: "Aber auch die Zahl der Infektionen nimmt zum Glück stark ab."
Das afrikanische Land Nigeria, das bis vor kurzem noch das Epizentrum der Krankheit war, meldete in diesem Jahr zur Freude aller nur noch acht Fälle, und auch in Indien, bisher ebenfalls noch ein Sorgenkind, gibt es große Erfolge bei der Infektionsbekämpfung. Dort sank die Krankheitsrate um stolze 80 Prozent. Alle Beteiligten und Betroffenen wissen aber auch: Durch die Globalisierung kann diese Seuche jederzeit wieder auftreten. Deswegen haben sich alle eine Welt ohne Kinderlähmung als erklärtes Ziel auf die Fahnen geschrieben.
Der großartige Betrag von 8000 Euro für diese Scheckübergabe in Heimfeld wurde zusammen mit den Kollegen vom Rotary Club Geesthacht-Hohes Elbufer durch das Aufstellen von 1000 "Sammelwürfeln" seit dem Jahr 2008 in Arzt- und Physiotherapiepraxen sowie Apotheken in ganz Norddeutschland erzielt.
Für die Rotarier ist es eine Selbstverständlichkeit, soziale und gemeindienstliche Ziele mit aktiver Hilfe zu unterstützen. Weltweit gibt es 1,2 Millionen Rotarier, die in 32 000 Clubs in mehr als 200 Ländern ihren Wirkungskreis haben.
Weitere Informationen zum Rotary Club Hamburg-Harburg
hospizdienst@hospizverein-hamburgersüden.de
Hier gibt es Infos zum Hospizverein Hamburger Süden
