Porträt

Die Polizeistation Neu Wulmstorf

"Etwas mehr Zivilcourage täte uns allen gut!“, sagt der 61 Jahre alte Lutz Plumbohm, der die Station leitet.

Polizeioberkommissar Lutz Plumbohm (61) vor „seiner“ Dienststelle in Neu Wulmstorf.

Am Rand des Alten Landes, zwischen dem Landkreis Stade und der Hansestadt Hamburg liegt die Gemeinde Neu Wulmstorf als nördliche Spitze des Landkreises Harburg. Die rund 21500 Bewohner der Gemeinde werden polizeilich von den rund 15 Mitarbeitern der Polizeistation Neu Wulmstorf in der Schifferstraße 10 betreut.

Unter Leitung von Polizeihauptkommissar Uwe Hesebeck versehen die Beamten in wechselnden Früh- und Spätschichten ihren Dienst auf Streife und bei der Ermittlungsarbeit. Organisatorisch ist die Station dem Polizeikommissariat Seevetal angegliedert. Während die umliegenden Gemeindeteile eher ländlich strukturiert sind, ist Neu Wulmstorf selbst durch die Nähe zu Hamburg und die S-Bahn-Anbindung für reisende Täter reizvoll. Gerade im Bereich der Eigentumsdelikte fallen immer wieder Kriminelle aus der benachbarten Großstadt auf.

Ein fester Bestandteil des jährlichen Dienstplans ist außer mehreren Schützenfesten und des Neu Wulmstorfer Wochenendes (NeuWuWo) vor allem die Beach Party in Elstorf. Wenn die 4000 Besucher feiern, ist bei der Polizei Neu Wulmstorf Hochbetrieb, um einen störungsfreien Verlauf zu garantieren.

Ein „Urgestein“ auf der Station ist Polizeioberkommissar Lutz Plumbohm. Der 61-Jährige kam 1979 zur Polizei und versieht seit 1982 seinen Dienst in Neu Wulmstorf. „Mir hat die Mischung aus Streifen- und Ermittlungsdienst hier immer besonders gut gefallen“, erklärt der Stader. „Besonders die Nähe zur Bevölkerung ist in unserem Beruf wichtig. Bei den Fußstreifen durch die Geschäftsstraßen ergeben sich viele Gespräche mit den Bürgern“. Im Laufe seiner 31 Dienstjahre hat der Beamte allerdings auch einige Veränderungen festgestellt: „Heute wird die Polizei häufig wegen kleiner Streitigkeiten gerufen. Die Bürger wählen lieber die 110, anstatt erst einmal miteinander zu sprechen. Etwas mehr Zivilcourage täte uns allen gut!“