Was macht eigentlich?
Das große Glück ist schon da
Verheiratet und Mutter: "Star-Search"-Siegerin Florence Joy lebt mit DSDS-Star Thomas Enns zusammen.
Köln/Tostedt. Der 20. Mai 2004 veränderte mit einem Schlag das Leben von Florence Joy Büttner. Die damals 17-Jährige aus Otter gewann die zweite Staffel der von Kai Pflaume moderierten Sat-1-Talentshow "Star Search". Von nun an war sie keine unbekannte Gymnasiastin mehr, auch wenn ihre tolle Stimme im Tostedter Community Gospel Choir längst aufgefallen war. Jetzt - nach der Finalsendung am 20. Mai 2004 - kannte sie ganz Fernseh-Deutschland. Und der Sieg bei "Star Search" sollte nicht nur berufliche Weichen für Florence Joy stellen. Es war auch der Beginn einer großen Liebe, wenn die hier beschriebene Hauptperson dies zu diesem Zeitpunkt auch noch nicht ahnen konnte . . .
"Nach ,Star Search' wurde ich zum gemeinsamen Musizieren mit einem Chor und einem Orchester eingeladen. Dort traf ich Thomas Enns. Er spielte Bratsche. Wir unterhielten uns, und Thomas erzählte mir, dass er sich auch bei einer Talent-Show bewerben wolle", berichtet die mittlerweile 23-Jährige vom ersten Treffen mit ihrem jetzigen Ehemann: "Thomas fragte nach Tipps für die Teilnahme bei einer Casting-Show und wir beschlossen, in Kontakt zu bleiben."
Als Thomas Enns dann tatsächlich ebenso wie sein Bruder Jonathan bei "Deutschland sucht den Superstar" 2007 in der Finalrunde stand, begleitete Florence Joy ihn per Telefon durch die nicht immer leichte Zeit mit Dieter Bohlen und einem Millionen-Publikum. Mark Medlock machte das Rennen, Thomas Enns wurde Sechster - und merkte bald, dass er sich in seine "moralische Unterstützung" verliebt hatte. Florence Joy ginges nicht anders. Der dunkelhaarige Mann mit den grünen Augen und die blonde Frau mit dem bezaubernden Lächeln wurden ein Paar und sorgten mit ihrem christlich motivierten Bekenntnis für sexuelle Abstinenz vor der Ehe für Schlagzeilen in den Medien.
Beruflich lief es für Florence Joy nach ihrem Triumph bei "Star-Search" so: Nach ihrer Debütsingle "Consequence Of Love", die sofort von Null auf Platz 14 der Charts einstieg, stellte die Sängerin ihr erstes Album "Hope" vor, bei dem unter anderem "Reamonn" mitwirkte. Zu den zahlreichen Konzerten, Fernsehauftritten und musikalischen Projekten durfte die heimatverbundene Otteranerin auch Erfahrungen in anderen Bereichen sammeln: Sie war die Synchronstimme der zwölfjährigen Klara in dem Zeichentrickfilm "Der Nussknacker und der Mäusekönig", zu dem sie auch den Song "Ja, ich schaff das" beisteuerte. 2007 bekam Florence Joy in der RTL-Serie "Ahornallee" erstmals die Möglichkeit, ihr schauspielerisches Talent unter Beweis zu stellen. Außerdem spielte sie die Hauptrolle im Musical "Elixier", das bis April 2008 in der Komödie Dresden aufgeführt wurde.
Im Juni 2008 heiratete Florence Joy Thomas Enns und nahm den Nachnamen ihres Mannes an. Fortan standen viele gemeinsame Projekte auf dem Programm: "Unsere Stimmen harmonieren so phantastisch", schwärmt Florence Joy im Gespräch mit den HAN.
Zurzeit singen die beiden in ihrer Wohnung am Stadtrand von Köln häufig vor ganz kleinem Publikum: Am 4. November wurde ihr Sohn Noé Lennox Liam geboren. "Er liebt Gesang und reagiert mittlerweile schon richtig darauf", sagt die junge Mutter über ihr Söhnchen. Seinetwillen hat sie sich für ein Jahr eine berufliche Auszeit genommen, will die Zeit mit dem kleinen Stammhalter ganz bewusst genießen. Am liebsten geht sie mit ihm um ein nahegelegenes Feld spazieren: "Das erinnert mich an Zuhause. Die Natur und die lieben Menschen fehlen mir manchmal sehr. Ich kann dann mein Heimweh nicht ganz wegdrücken."
Am 7. März waren allerdings beide Großfamilien - Thomas Enns hat vier Geschwister, Florence Joy ebenso - endlich einmal wieder in Köln zusammengekommen. Lennox, wie der jüngste Spross der Enns-Familie gerufen wird, wurde im großen Rahmen gesegnet. In der Freikirche, der Florence Joy angehört, findet die Taufe erst statt, wenn sich der Täufling selbst dazu entschlossen hat. "Die Segnung war ein wunderschönes Fest. Alle waren da, und der Pastor ist extra aus Amerika angereist", berichtet die Sängerin.
Ebenso wie ihr Mann ist sie überzeugt zu wissen, wem sie ihr Glück zu verdanken hat: "Das kommt alles von oben, von Gott", sagt die gläubige junge Frau. Sie ist dankbar für alles, was sie hat, sieht aber sowohl die Karriere- als auch die Familienplanung längst nicht als abgeschlossen an: "Ich bin superglücklich mit dem Kleinen. Aber wir wollen beide eine große Familie." Beruflich soll es ab September wieder nach vorn gehen: "Dann steht ein größeres musikalisches Projekt an, über das ich aber noch nicht reden darf."
