Was macht eigentlich?
Auf einen Schlag berühmt
Tacos Welthit "Puttin' On The Ritz" entstand in der Zeit, als der Künstler in Harburg gewohnt hat. Ihm war es ebenso ergangen wie Nena.
Harburg/Trittau. Ihm ist es ebenso ergangen wie Nena. Während die junggebliebene Sängerin, der man ihre 50 Jahre weiß Gott nicht ansieht, mit "99 Luftballons" auf einen Schlag berühmt wurde, war es bei Taco, der einige Jahre lang in Harburg gelebt hat, der Titel "Puttin' On The Ritz" von Irving Berlin, der ihn 1982 in die Spitze der deutschen und auch internationalen Charts katapultierte. "Dieser Titel hat mein Leben in der Tat von heute auf morgen verändert", sagt der Künstler, der heute Abend ab 21 Uhr auf der Bühne des Jazzclubs im Stellwerk im Harburger Bahnhof steht.
"Das ist für mich so etwas wie ein Heimspiel", freut sich der Sänger, der mit ganzem Namen Taco Ockerse heißt und inzwischen 54 Jahre alt ist. Taco wird in seiner heutigen Show in Harburg von Frank Meiller (Flöten und Saxofon), Stefan Hiller (Piano) und Lars Hansen (Bass) begleitet. In seiner Show "Swing&Soul" sind einige Klassiker des Swing zu hören - Werke von Irving Berlin, Duke Ellington und George Gershwin. Aber natürlich wird auch der Welterfolg "Puttin' On The Ritz" nicht fehlen.
Im zweiten Teil des Programms wollen Taco und seine Musiker Soul-Klassiker spielen. Auch die Titel "Sittin' On The Dock Of The Bay" und "Ain't No Sunshine" haben Musikgeschichte geschrieben. Bei der Zusammenstellung des Programms hat der Harburger Saxofonist Frank Meiller ein gewichtiges Wort mitgesprochen.
Taco und Meiller arbeiten schon seit vielen Jahren ebenso erfolgreich wie harmonisch zusammen. Heiko Langanke vom Förderverein Jazzclub Hamburg: "Tacos facettenreicher Gesang und das lyrische Saxofonspiel von Frank Meiller verschmelzen zu einer eindrucksvollen Einheit." Auch Langanke freut sich schon seit Wochen auf das Wiedersehen mit Taco in Harburg.
Ausgesprochen populär ist Taco nach wie vor in Russland. Dort in der Hauptstadt Moskau und in St. Petersburg, aber auch in anderen Städten, hat er in den vergangenen beiden Jahrzehnten viele große Live-Auftritte mit Orchesterbegleitung und einem Tanzensemble gehabt. Im russischen Fernsehen sind außerdem noch oft Shows vom ihm zu sehen.
Nach vielen Jahren und unzähligen Tourneen beinahe durch die ganze Welt ist Taco jetzt ein wenig ruhiger geworden. Zusammen mit seiner Frau Uschi, die er in Oststeinbek geheiratet hat, lebt Taco heute im schleswig-holsteinischen Trittau - und dort fühlt er sich schon seit 30 Jahren sehr wohl. Taco: "Hier ist es ruhig. Aber wenn ich mal schnell nach Hamburg muss, ist das kein Problem."
Taco Ockerse ist auch auf dem Höhepunkt seiner Karriere, als sich die Veranstalter um ihn rissen, nie abgehoben. Er ist ein freundlicher und bescheidener Mann geblieben. Seine früher dunklen Haare färbt er sich inzwischen weißblond. Denn auch Künstler bekommen spätestens mit Mitte 50 graue Haare - der eine früher, der andere später.
Uschi und Taco Ockerse fühlen sich sehr wohl in ihrem Haus in Trittau. Im Sommer sind sie viel in ihrem Garten, den sie nicht nur genießen, sondern beide gleich fleißig beackern, und sehr wohl fühlen sich die Eheleute Ockerseauch, wenn sie auf Pferden die schöne Landschaft genießen.
