Was blüht denn da?

Schönheit am Ende des Sommers

Kermesbeere: Die Pflanze wächst sowohl am Bürgersteig als auch am Rande der Pferdekoppel.
Kermesbeere, Amerika, Asien, Subtropen, Eißendorf

Die Kermesbeere ist eigentlich in Amerika und Asien zu Hause und kommt dort vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor.

Die Pflanze, die wir heute in der 20. und letzten Folge unserer Serie "Was blüht denn da?" vorstellen, haben wir bereits vor etlichen Wochen fotografiert. Ein Leser hatte uns auf die unbekannte Schönheit aufmerksam gemacht, die an einem schmalen Bürgersteig am Rande einer Pferdekoppel mitten in Eißendorf blühte. Wir hätten nicht gedacht, dass sie uns wochenlang vor Rätsel stellen würde. Schließlich konnte uns ein Gärtnermeister weiterhelfen.

Aber der Reihe nach: Der Hinweis auf diese Pflanze erreichte uns gegen Ende des Sommers, sodass wir ihre Blüten zu dem Zeitpunkt schon nicht mehr zu sehen bekamen, sondern nur die Fruchtstände. Wie die Blüten aussehen, erfuhren wir erst, als wir den Namen der unbekannten Schönen - es handelt sich um die Kermesbeere - in Erfahrung gebracht hatten und endlich alles Wissenswerte über sie nachlesen konnten. Sven Hartwig aus Uetersen, Gärtnermeister bei von Ehren in Marmstorf, hatte uns weiterhelfen können, aber auch nur, weil er nach eigenen Angaben selbst vor einigen Jahren eine solche Pflanze in Hamburg in der Nähe der Kampnagelfabrik entdeckt hatte und auch erst etwas länger nach deren Namen und Herkunft forschen musste. Sie habe ihn so fasziniert, dass er sie in seinen eigenen Garten gesetzt habe.

Die Kermesbeere ist eigentlich in Amerika und Asien zu Hause und kommt dort vor allem in tropischen und subtropischen Gebieten vor. In Deutschland ist sie bestenfalls als Zierpflanze bekannt. Dass sie in unserer Gegend als Wildpflanze angetroffen wird, dürfte eher selten sein und daran liegen, dass Vögel die Beeren gern fressen und mit ihrem Kot zur Verbreitung der Pflanze beitragen.

 

Weitere Artikel der Serie