Präventionsserie
Die Mischung machts
Seit 1996 befindet sich die Polizeistation Salzhausen im Gebäude der Volksbank an der Hauptstraße 14. Damals war die Dienststelle von der Straße Am Paaschberg hierher umgezogen.
Unter der Leitung von Polizeihauptkommissar Christian Müller sind die Beamten für die Sicherheit in den Samtgemeinden Hanstedt und Salzhausen zuständig. Die Station ist dem Polizeikommissariat Winsen angegliedert.
Außer dem Alltagsdienst haben die 15 Beamten eine Vielzahl von Großveranstaltungen in ihrem Zuständigkeitsbereich zu bewältigen.
Dazu zählen eine Vielzahl von Disco- und Musikveranstaltungen, die großen Faslamsumzüge in Toppenstedt, Hanstedt und Wulfsen. Aber auch das Vier-Sterne-Vielseitigkeitsreitturnier in Luhmühlen mit bis zu 30 000 Besuchern, die sicher und störungsfrei die Veranstaltung erleben möchten, wird von den Beamten begleitet.
Aufgrund der organisatorischen Struktur gibt es keine strikte Trennung zwischen dem Einsatz- und Streifen- und dem Ermittlungsdienst. "Gerade die Mischung macht den Dienst hier so interessant", meint Stationsleiter Müller. "Man ist durch den täglichen Dienst {sbquo}auf der Straße’ näher am Bürger. Das ist oft auch bei den Ermittlungen hilfreich", so Müller weiter.
So ist es auch bei Kriminaloberkommissar Bernd Ramm. Der 53-Jährige zog im Kindesalter nach Salzhausen. 1974 begann er die Ausbildung im mittleren Dienst der Landespolizei in Hannover. 1977 wurde er nach Seevetal versetzt und machte dort zunächst in Maschen, später dann in Hittfeld Dienst. 1987 absolvierte Ramm einen Überleitungslehrgang von der Schutz- zur Kriminalpolizei und wurde zum damaligen Kriminalkommissariat Winsen versetzt. Seit 2000 ist der Salzhäuser nun auch beruflich mit seinem Wohnort verbunden.
Auf seinem Schreibtisch landen alle Rauschgift- und Betrugsverfahren. Weiterhin ist der Kriminalbeamte für die Bearbeitung von Kfz-Delikten und Fahrraddiebstählen zuständig.
Gerade Letztere entwickeln sich zu einem saisonalen Problem. Dabei gibt es neben den klassischen Tatorten vor Schulen, Schwimmbädern und auch vor Veranstaltungsstätten viele Diebstähle in privaten Bereichen.
"Häufig bekomme ich Anzeigen auf den Tisch, bei denen Fahrräder aus Carports und unverschlossenen Schuppen gestohlen worden sind.", so Ramm. "Aber viele Bürger meinen, dass sie ihr Fahrrad nur auf öffentlichen Straßen anzuschließen bräuchten, ein weit verbreiteter Irrglaube".
