G8

Überwiegend Kritik an der verkürzten Schulzeit zur Erlangung des Abiturs

Das Abitur nach 12 Jahren Schulzeit, auch G8 genannt, ist die Verkürzung der Schulzeit von 13 auf 12 Jahre in allen deutschen Bundesländern. Ein Hauptargument für diese Schulverkürzung ist, dass Schülerinnen und Schüler ein Jahr früher in die Berufswelt oder das Studium einsteigen. Die Effektivität ist jedoch umstritten.

Die Schulzeit-Verkürzung macht sich an den zusätzlichen Schulstunden pro Woche von 30 auf etwa. 33 bemerkbar, da der ganze Unterrichtsstoff aus 13 Jahren künftig in 12 Jahren absolviert werden muss. AG‘s und außerschulische Aktivitäten kommen noch hinzu. Wie soll dies aber alles unter einen Hut gebracht werden ?

Als weiterer negativer Aspekt wird eine mangelnde Information über die Gründe und Folgen des G8 genannt. Dies spiegelt sich auch in unserer Umfrage wider. Unsere Fragen bezogen sich größtenteils auf die Effektivitäten und Problematiken von G8. "Denkst du, dass man das Abitur problemlos nach 12 Jahren absolvieren kann, wurdest du ausreichend informiert?"

Wir haben herausgefunden, dass insgesamt 99 Prozent der befragten Personen - darunter Lehrer, Elternteile, Schülerinnen und Schüler - gegen die Schulverkürzung seien. Gründe dafür sind mangelnde Informationen über den Aufbau des Schulsystems und der Lehrpläne. Außerdem wird bemängelt, dass die Schüler einem zu "hohem Druck" ausgesetzt werden würden und sie im Vergleich zu früher deutlich "unreifer" seien. Dies mache sich im Unterricht deutlich bemerkbar, da die Schüler noch nicht in der Lage seien, verstehen zu können, dass es um ihre Zukunft geht .

Einer der Hauptgründe, vor allem von Schülern und Eltern angeführt, ist, dass die Schüler zu wenig Freizeit und keine Zeit für andere, bedeutende Dinge wie zum Beispiel soziale Kontakte hätten. Auch Gitta Franke-Zöllmer vom Verband Bildung und Erziehung bezeichnet die Schulverkürzung als "undurchdacht und konzeptionslos ".

Nun ergibt sich die Frage, ob die Schulverkürzung wirklich sinnvoll und hilfreich für die Zukunft der Kinder sei. Es ist auffällig, dass die Zahl der Schulabgänger seit der Verkürzung im Jahr 2005/2006 drastisch gesunken ist. Ist das wirklich das, was erreicht werden sollte?