Fragen an die Planer
Iba-Projekttag-Premiere in Wilhelmsburg Infos aus erster Hand
Darijana Hahn
Wilhelmsburg. Sie heißen "Tor zur Welt", "Neue Mitte" und "Weltquartier": Die Rede ist von ausgewählten Projekten der Internationalen Bauausstellung Hamburg (Iba), die 2013 zusammen mit der Internationalen Gartenschau (IGS) in Wilhelmsburg stattfinden wird. Was noch weit entfernt und abstrakt scheint, ist den Insulanern und vielen Besuchern jetzt am ersten Iba-Projekttag auf dem Berta-Kröger-Platz konkret vorgestellt worden.
Seit zwei Jahren sind die Macher von Iba und IGS in Wilhelmsburg aktiv. Nun wollten sie der breiten Öffentlichkeit zeigen, was bisher dabei herausgekommen ist. Um auf diese Weise eine Antwort auf die Frage zu geben, die Iba-Geschäftsführer Uli Hellweg oft zu hören bekommt: "Wann können wir denn endlich mal etwas sehen?"
Zu sehen bekamen die Besucher nun viele Pläne, Entwurfszeichnungen, Modelle und Fotos, die nicht nur in Ständen auf dem Berta-Kröger-Platz untergebracht waren. Die Informationen zum "Tor zur Welt" gab es an dem Ort, den es schließlich auch betrifft: So soll auf dem Gelände der Elbinselschule und des Kiwi-Gymnasiums das "Bildungszentrum der Zukunft" entstehen, das sogenannte "Tor zur Welt" mit einem vielseitigen Bildungs-, Weiterbildungs- und Freizeitangebot.
Die Besucher des Iba-Projekttags bekamen die Informationen jedoch nicht nur zu sehen, sondern vor allem auch zu hören. Bei verschiedenen Talk-Runden auf dem Berta-Kröger-Platz und im Kiwi-Gymnasium konnten die Gäste den Experten zuhören und vor allem Fragen stellen. Nachdem diese zunächst kaum kommen wollten Moderator John Langley ging mit dem Mikrofon durch die Reihen, um wenigstens ein paar Stimmen einzufangen , traute sich dann doch der eine oder andere, ein Thema anzuschneiden. Zum Beispiel: "Wann kann ich endlich mit einem Investor sprechen?" oder "Wie gehen Sie um mit der Gentrifizierung?" Hinter diesem Begriff steckt die Frage, ob sich die Menschen, die jetzt in Wilhelmsburg leben, nach dem durch die Iba eingeleiteten Veränderungs- und Aufwertungsprozess die Mieten noch leisten können oder ob sie verdrängt werden könnten, wie das in Hamburger In-Quartieren wie Ottensen und St. Georg der Fall gewesen ein soll. Dazu Uli Hellweg: "Wilhelmsburg ist nicht Ottensen!" Und weiter: "Zwei von drei Woh-nungen gehören in Wilhelmsburg der Saga-GWG oder Genossenschaften. Ich glaube, die werden verantwortlich mit dem Thema umgehen. Falls nicht, muss man sie darauf hinweisen." Hellweg nutzte den Projekttag auch zu einem Appell an die Wilhelmsburger Bürger: "Bitte beteiligen Sie sich! Bringen Sie uns Ihre Anregungen!"
Eine Möglichkeit: An jedem vierten Dienstag im Monat tagt im Bürgerhaus Wilhelmsburg ein Beteiligungsgremium. Dort sollen die Pläne von Iba und IGS "Erdung bekommen", wie die Leiterin des Bürgerhauses, Bettina Kiehn, sagte.
Trotz dieses Angebots sind manche Wilhelmsburger noch skeptisch und fühlen sich mehr als Betroffene denn als Beteiligte. Eine Insulanerin:Das ist doch schon immer so gewesen, dass hier Leute planen, die gar nicht hier wohnen." Wilhelmsburg sei wohl ein "Versuchsobjekt".
Wilhelmsburg. Sie heißen "Tor zur Welt", "Neue Mitte" und "Weltquartier": Die Rede ist von ausgewählten Projekten der Internationalen Bauausstellung Hamburg (Iba), die 2013 zusammen mit der Internationalen Gartenschau (IGS) in Wilhelmsburg stattfinden wird. Was noch weit entfernt und abstrakt scheint, ist den Insulanern und vielen Besuchern jetzt am ersten Iba-Projekttag auf dem Berta-Kröger-Platz konkret vorgestellt worden.
Seit zwei Jahren sind die Macher von Iba und IGS in Wilhelmsburg aktiv. Nun wollten sie der breiten Öffentlichkeit zeigen, was bisher dabei herausgekommen ist. Um auf diese Weise eine Antwort auf die Frage zu geben, die Iba-Geschäftsführer Uli Hellweg oft zu hören bekommt: "Wann können wir denn endlich mal etwas sehen?"
Zu sehen bekamen die Besucher nun viele Pläne, Entwurfszeichnungen, Modelle und Fotos, die nicht nur in Ständen auf dem Berta-Kröger-Platz untergebracht waren. Die Informationen zum "Tor zur Welt" gab es an dem Ort, den es schließlich auch betrifft: So soll auf dem Gelände der Elbinselschule und des Kiwi-Gymnasiums das "Bildungszentrum der Zukunft" entstehen, das sogenannte "Tor zur Welt" mit einem vielseitigen Bildungs-, Weiterbildungs- und Freizeitangebot.
Die Besucher des Iba-Projekttags bekamen die Informationen jedoch nicht nur zu sehen, sondern vor allem auch zu hören. Bei verschiedenen Talk-Runden auf dem Berta-Kröger-Platz und im Kiwi-Gymnasium konnten die Gäste den Experten zuhören und vor allem Fragen stellen. Nachdem diese zunächst kaum kommen wollten Moderator John Langley ging mit dem Mikrofon durch die Reihen, um wenigstens ein paar Stimmen einzufangen , traute sich dann doch der eine oder andere, ein Thema anzuschneiden. Zum Beispiel: "Wann kann ich endlich mit einem Investor sprechen?" oder "Wie gehen Sie um mit der Gentrifizierung?" Hinter diesem Begriff steckt die Frage, ob sich die Menschen, die jetzt in Wilhelmsburg leben, nach dem durch die Iba eingeleiteten Veränderungs- und Aufwertungsprozess die Mieten noch leisten können oder ob sie verdrängt werden könnten, wie das in Hamburger In-Quartieren wie Ottensen und St. Georg der Fall gewesen ein soll. Dazu Uli Hellweg: "Wilhelmsburg ist nicht Ottensen!" Und weiter: "Zwei von drei Woh-nungen gehören in Wilhelmsburg der Saga-GWG oder Genossenschaften. Ich glaube, die werden verantwortlich mit dem Thema umgehen. Falls nicht, muss man sie darauf hinweisen." Hellweg nutzte den Projekttag auch zu einem Appell an die Wilhelmsburger Bürger: "Bitte beteiligen Sie sich! Bringen Sie uns Ihre Anregungen!"
Eine Möglichkeit: An jedem vierten Dienstag im Monat tagt im Bürgerhaus Wilhelmsburg ein Beteiligungsgremium. Dort sollen die Pläne von Iba und IGS "Erdung bekommen", wie die Leiterin des Bürgerhauses, Bettina Kiehn, sagte.
Trotz dieses Angebots sind manche Wilhelmsburger noch skeptisch und fühlen sich mehr als Betroffene denn als Beteiligte. Eine Insulanerin:
JA
NEIN 